Der Startup Day auf der Social Media Week Hamburg

Vom 23. bis 27. Februar öffnete Hamburg seine Tore für alle, die im Social Web ihre zweite Heimat gefunden haben. Bei den 223 Veranstaltungen unter dem Motto Upwardly Mobile, konnten sich die über 3.000 Besucher unter anderem um die Themen zukünftige Arbeitswelten, Social Media in der Bildung oder der Digitalisierung im Journalismus fortbilden. Als besonderes Highlight konnten sich Gründer_Innen am Dienstag beim Startup Day rund um das Thema Startups weiterbilden.

Startup Day – Site Clinic – der SEO-Kickstart für Deinen Webauftritt

Zum Auftakt des Startup Days doktert Patrick Klingberg in seiner Livedemonstration Site-Clinic an den Webseiten seiner Zuhörer. Durch eine kurze OP am offenen Herzen diagnostiziert er die Kinderkrankheiten der Webauftritte schon 9 Uhr morgens. Zu der Zeit trinke ich normalerweise erstmal meinen Guten-Morgen-Tee. Hier wird mir morgens schon erklärt, wie man die jeweilige Seite an aktuelle SEO-Richtlinien anpassen kann. Neben Grundlagen der Onpage Optimierung stellt Klingberg außerdem Tools vor, die der SEO-Profi während seiner Arbeit nutzt. Um zum Beispiel das Benchmarking seines Startups zu überprüfen, empfiehlt er Seolytics. Hier kann sich der User eigene Keywordsets definieren, wodurch ein besserer Vergleich zum Wettbewerber möglich ist. Abschließend betont Klingberg nochmal, dass Social Listening in Zeiten des Social Webs eine große Hilfe sein kann, um seine Zielgruppe genauer einzuschätzen und somit sein Startup optimaler auszurichten. Es gibt aber keinen Grund in Panik zu geraten – das gelingt zum Beispiel ganz einfach durch die Auswertung der Suchanfragen im Suchfeld der eigenen Webseite.

Startup Day – Warum pitchen und wie?

Direkt nach der Mittagspause klärt Elke Fleing die Gründer_Innen rund ums Pitchen auf. Durch ihre spritzige und motivierende Art habe ich hier erst gar keine Chance ins Mittagstief zu fallen. Egal ob man sich auf einen Wettbewerb, auf eine Kunden- oder Investorenpräsentation oder auf einen Vortrag auf einer Konferenz vorbereitet, das Startup kann durch einen Pitch in jedem Fall nur gewinnen: Durch die Vorbereitung konkretisiert sich automatisch die eigene Ausrichtung des Unternehmens, was für die weitere Arbeit im Unternehmen nur förderlich sein kann! Als alter Hase im Geschäft weiß Fleing genau, was sie uns überstürmischen Mittzwanzigern ans Herz legen möchte. Sie betont einen weiteren Aspekt mehrmals während der Präsentation. In der Pitch-Präsentation selbst sollte nicht primär darauf eingegangen werden, was das Produkt kann, sondern was es dem Nutzer bringt. Welches Problem löst das Produkt? Hier wirft sie das Schlagwort Value Proposition Canvas in den Raum. Es geht darum sich die Probleme der Zielgruppe anzuschauen dafür eine Lösung zu finden. Genau dieser Ansatz bietet dann auch eine exzellente Basis für die Kundenkommunikation.

Startup Day – Paper Prototyping – Startup Your Own App

Angelo Maron und Marko Hielscher, beide frisch gebackene Softwareentwickler, haben mit uns Workshopteilnehmern innerhalb von 60 Minuten gleich drei Apps gebaut – alle analog mit Papier. Ist mal was anderes, dachte ich mir. Direkt nach dem Brainstorming geht es los: Mit Schere, Klebestreifen und Stiften können Apps ganz leicht ohne Programmier- und Grafikkenntnisse entworfen werden. Das spart zunächst Kosten und erste Ergebnisse sind schnell sichtbar, aber ich denke, man sollte aufpassen früh genug einen erfahrenen Programmierer zur Einschätzung der Umsetzbarkeit zu Rate zu ziehen. Anhand eines Use Cases sind drei verschiedene Ergebnisse entstanden. Unsere Gruppe hat eine besonders kreative App mit allerhand Wisch- und Drehbewegungen der einzelnen Elemente entworfen – für die bräuchte mal wohl in digitaler Form erstmal einen nicht allzu knauserigen Investor. 😀

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